Roland Schwab zeigt Pique Dame in Hannover als zynisches Spiel der besseren Gesellschaft – in starken Bildern, deren Assoziationen bis zu Bunga Bunga und Epstein reichen. Doch wer ist hier eigentlich der Falschspieler: der Aufsteiger oder die, die ihn hereinlegen?
Von Andreas Berger
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Ein Außenseiterdrama, wie immer bei Tschaikowsky. Gleich zu den ersten düster-spröden Takten der Pique Dame an der Staatsoper Hannover windet sich Hermann, der Glücksucher, zu Füßen der eindrucksvollen, bühnenbeherrschenden, gleißend-weißen Endlostreppe. Sie steht für seine Ambitionen, das Aufstiegsversprechen und die Abstiegsangst. Und schon feiert dort eine snobistische Society, zu der er keinen Zutritt hat, Kinder im Schickimicki-Outfit, stolze Eltern. Nur zum Spaß lassen sie den Außenseiter ein, „Freund“ Tomski schenkt ihm das goldene Jackett und erzählt die Geschichte vom Kartengeheimnis so, dass Hermann darauf hereinfällt und sich mit seinem Aufsteigerwahn lächerlich macht. Er wird eben nie dazugehören.
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