Die Frankfurter Oper zeigt Tschaikowskys blutrünstigen Mazeppa als brutalen Machtkampf in einem korrupten System. Gut inszeniert und gesungen, doch was genau soll man von dieser trostlosen Geschichte eigentlich mitnehmen?
Von Andreas Berger
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Wem die wirkliche Welt noch nicht heillos genug erscheint, der ist mit Tschaikowskys Mazeppa bestens bedient: eine Oper ohne jeden Funken Hoffnung oder Idealismus. Und Regisseur Matthew Wild schenkt dem Publikum bei der Frankfurter Erstaufführung dieses selten gespielten Werks nichts. Die Auseinandersetzung zweier zaristischer Regionalfürsten aus dem 18. Jahrhundert zeigt er konsequent als Rivalität zweier Clanchefs oder Oligarchen heutigen Zuschnitts. Am Ende Krieg, Folter, Wahnsinn ̶ das kennen wir doch irgendwoher.
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