Durchgedreht durch die Drehtür
Gib dem Affen Zucker, lautet die Devise. Doch die Dosis muss hoch gewesen sein, denn Barrie Kosky gerät Il viaggio a Reims für die Salzburger Pfingstfestspiele arg klamaukig.
Gib dem Affen Zucker, lautet die Devise. Doch die Dosis muss hoch gewesen sein, denn Barrie Kosky gerät Il viaggio a Reims für die Salzburger Pfingstfestspiele arg klamaukig.
Richard Wagners Tristan und Isolde verlieren sich im Schilderwald, den Regisseur Tiago Rodrigues am Staatstheater Wiesbaden errichtet.
Unter dem Motto „Amor und Psyche“ beleuchten die diesjährigen Gluck-Festspiele die tiefenpsychologischen Spuren, die der Komponist seiner romantischen Nachfolgergeneration legte. Iphigenie in Aulis, Paride ed Elena und Orpheus geben hierzu faszinierende Einblicke.
Die Messer blitzen bei einem besonderen Doppelabend am Mainfranken Theater Würzburg: Leoncavallos Pagliacci trifft auf eine kaum bekannte Oper von Winfried Zillig, Rosse.
In den Spielplänen hat sich Stiffelio nie etablieren können, dabei ist das Stück knackig kurz, hat eine interessante Rolle für einen reiferen Tenor und einen spannenden Plot. Regisseur Vasily Barkhatov versucht sich am MusikTheater an der Wien daran.
Wie heißt die Oper, mit der sich Riccardo Chailly von der Scala verabschiedet? Der Titel Nabucodonosor (für Nabucco) ist ungewohnt, die Produktion aber üppig und musikalisch hervorragend.
Mit ihren vielen zeitgenössischen Werken erzielte die Metropolitan Opera in den vergangenen Spielzeiten einen eher gemischten Erfolg. Gabriela Lena Franks El Último Sueño de Frida y Diego sticht als eines der interessanteren heraus.
Regisseurin Tatjana Gürbaca inszeniert zum ersten Mal Rossini: Ihr Barbier von Sevilla an der Staatsoper Hamburg geht allerdings nur bedingt auf. Auch Omer Meir Wellbers allzu rasantes Dirigat bereitet Probleme.
Bizets Perlenfischer im lang verspäteten Debüt an der Wiener Staatsoper: Die Regie von Ersan Mondtag bekam Schelte, Orchester und Sänger hingegen Applaus.
In Dortmund kommt Sarah Nemtsovs Oper We (Wir) zur Uraufführung. Die Regie verlässt sich auf visuelle Klischees, aber immerhin ist der großartige Seth Carico mit von der Partie.
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