• Anmelden
  • Registrieren
Newsletter Stellenmarkt
OPER!
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

  • Home
  • Menschen
    • Interviews
    • Porträts
    • Die letzten Fragen
    • Was macht eigentlich…
  • Themen
    • Editorials
    • Nahaufnahme
    • Schwerpunkt
    • Wissen
  • Kritiken
    • Aufführungen international
    • Album des Monats
    • CDs, DVDs, Bücher
  • Aktuelle AusgabeNEU
  • News
  • Termine
    • Spielpläne international
    • TV, Radio, Internet, Kino
    • Namen & Termine
    • Sängertipps
    • Premierentipps
  • OPER! AWARDS
Shop | Abo
  • Home
  • Menschen
    • Interviews
    • Porträts
    • Die letzten Fragen
    • Was macht eigentlich…
  • Themen
    • Editorials
    • Nahaufnahme
    • Schwerpunkt
    • Wissen
  • Kritiken
    • Aufführungen international
    • Album des Monats
    • CDs, DVDs, Bücher
  • Aktuelle AusgabeNEU
  • News
  • Termine
    • Spielpläne international
    • TV, Radio, Internet, Kino
    • Namen & Termine
    • Sängertipps
    • Premierentipps
  • OPER! AWARDS
Shop | Abo
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
OPER!
Home Kritiken Aufführungen international

Zwischen allen Türen und Stühlen

"Anna Bolena", Nationale Opera & Ballet Amsterdam

Von Uwe Friedrich
31. Mai 2022
in Aufführungen international, Kritiken
Lesedauer: 4 mins read
A A
anna bolena

Marina Rebeka als Anna Bolena. (Foto: Ben van Duin)

Die niederländische Regisseurin Jetske Mijnssen debütiert mit Gaetano Donizettis Anna Bolena in der Hauptstadt ihres Heimatlandes. Mehr als die Inszenierung begeistert aber die Titelinterpretin.

Von Uwe Friedrich

 

Königin ist Anna Bolena schon zu Beginn von Gaetano Donizettis Oper nur dem Namen nach, den Rang in der Gunst Enricos VIII hat ihr längst die Freundin und Rivalin Giovanna Seymour abgelaufen. Spätestens wenn Giovanna im Unterkleid aus den Gemächern des Königs kommt, ist klar, dass er Anna zugunsten der neuen Geliebten aus dem Weg räumen wird. Für diese traurige Geschichte hat der Bühnenbildner Ben Baur eine Palastgruft mit verschiebbarer Rückwand entworfen. Immer neue Türen definieren ein kleines Privatkabinett oder den Repräsentationssaal, in dem schließlich das Gericht tagt, das die Glücklose auf Weisung ihres Gatten zum Tode wegen Hochverrats verurteilen wird. Die Geschichte aus der englischen Tudor-Zeit musste gar nicht sonderlich verbogen werden, um für eine Belcanto-Oper zu passen. Primadonna und beste Freundin, Tenor und bester Freund, dazu ein Bösewicht und eine jugendliche Hosenrolle, sie alle konnten vom Librettisten Felice Romani in eine glaubhafte Dramaturgie eingebettet werden, und die Regisseurin Jetske Mijnssen hat sich für ihre Inszenierung an der Amsterdamer Oper dafür entschieden, das melancholisch verhangene Psychogramm nur leicht anzuschärfen. Dazu fügt sie die Tochter von Anna und Enrico hinzu, die spätere Königin Elisabeth I., die wiederum in den Donizetti-Opern Maria Stuarda und Roberto Devereux eine entscheidende Rolle spielt. Hier ist sie noch ein kleines Kind, das staunend zuschauen muss, was ihre Eltern sich antun.

Erst in der Wahnsinnsszene im Finale weitet sich der düstere, enge Palast zu einem tiefen Raum, zuvor wird die Breite des Spielraums betont, in dem die Regisseurin die Protagonisten klug verteilt. Annäherung und Entfernung zwischen Giovanna Seymour und der zunächst vertrauensseligen Anna Bolena werden ebenso sinnfällig wie die Leidenschaft des früheren Geliebten Riccardo Percy, der durch seinen Überschwang den Anlass für die ohnehin geplante Beseitigung der Königin geben wird. Wenn die übergroßen Palasttüren geöffnet werden, sind wahlweise Nebel oder Folteropfer zu sehen. Das ist nicht immer subtil, gelegentlich auch unfreiwillig komisch, wenn beispielsweise Enrico im ersten Finale einen riesigen Plüschhirschen ausweidet, der zunächst unter Gelächter im Zuschauerraum von Statisten auf die Bühne getragen werden muss. Das überdimensionierte Kuscheltier hätte gut weggelassen werden können, ebenso wie die überflüssigen Choreografien Lilian Stillwells, die eine Handvoll Tänzerinnen und Tänzer so konventionell führt wie den Chor, der während der Wahnsinnsszene die inzwischen vergrößerte Spielfläche bevölkert. Dabei wäre gerade in diesen Szenen der leere Raum weitaus beeindruckender gewesen. Immer wenn Jetske Mijnssen ihrer eigenen Kunstfertigkeit der Zurückhaltung misstraut, setzt sie auf plakative Bilder, überschüttet die Folteropfer im zweiten Opernteil mit Theaterblut, lässt den Chor sinnfrei umherhopsen oder die kleine Elisabeth über eine Stuhlreihe tänzeln, statt ihre dadurch beinahe verdeckte Personenzeichnung wirken zu lassen.

Jetzt weiterlesen!

Dies ist Premiummaterial. Testen Sie unsere Angebote, um den gesamten Artikel zu lesen.

Hier anmelden, wenn Sie bereits Abonnent sind.

Abonnieren

Das aktuelle gedruckte Heft jetzt bestellen oder komplett online lesen!

Jetzt mit wenigen Klicks zum OPER!-Inhalt:
Jetzt entdecken!

Ausprobieren

Zwei ausgewählte Artikel kostenlos lesen? Dann registrieren Sie sich hier!

Kostenlos lesbar:
Cyrille Dubois: Appetit auf Unbekanntes
Was macht eigentlich… Jane Eaglen
Jetzt registrieren
Tags: Adrian SâmpetreanAnna BolenaDe Nationale OperaEnrique MazzolaGaetano DonizettiIsmael JordiJetske MijnssenRaffaella Lupinacci
teilenTweetsendensenden

ÄhnlicheBeiträge

Tosca

Einstand gelungen

"Tosca", Musiktheater im Revier Gelsenkirchen
Von Guido Krawinkel
20. Oktober 2026

Warum die kuriosen Auftritte und Abgänge? Frank Hilbrich, der neue, selbst Regie führende Intendant in Gelsenkirchen, stellt sich mit Tosca...

Die Meistersinger

Ein Philosophen-Zitat macht noch keine Inszenierung

"Die Meistersinger von Nürnberg", Deutsche Oper am Rhein - Düsseldorf
Von Guido Krawinkel
19. Oktober 2026

In Düsseldorf inszeniert Daniel Kramer Wagners Meistersinger und scheint Nietzsche zu wörtlich genommen zu haben. Szenisch ist der Abend verunglückt,...

Il viaggio a Reims

Irgendwas stimmt hier doch nicht

"Il viaggio a Reims", Staatstheater am Gärtnerplatz, München
Von Franziska Stürz
18. Oktober 2026

Inszenierungen von Rossinis Il viaggio a Reims können schnell klamaukig werden. Für das Gärtnerplatztheater hat Regisseur Dirk Schmeding einen echten...

Otello

Finstere Mächte am Werk

"Otello", Theater Krefeld-Mönchengladbach
Von Guido Krawinkel
18. Oktober 2026

Am Ende ein bisschen banal, aber zwischendrin entfaltet sich ein echtes Psychodrama: Roman Hovenbitzer inszeniert in Krefeld Verdis Otello und...

Tarare

Orientalismus mit politischer Kampfansage

"Tarare", Opéra Royal de Versailles
Von Manuel Brug
13. Oktober 2026

Dass er den Mozartmörder machte, glaubt heute zwar niemand mehr, aber im Schatten des Genies steht Antonio Salieri noch immer....

Cherry Town

Ich tanz drauf

"Cherry Town", Dutch National Opera Amsterdam
Von Uwe Friedrich
13. Oktober 2026

In Spanien gehen die Menschen dafür auf die Straße, in Amsterdam gibt es schöne Musik: Aus Cherry Town, Schostakowitschs selten...

  • Kontakt
  • FAQ: Häufige Fragen
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Allgemeine Nutzungs- und Geschäftsbedingungen
  • Widerrufsrecht für Verbraucher
  • Verpackungs- und Versandkosten
Vertrag widerrufen
Mit der OPER! App haben Sie die gesamte Welt der Oper in der Tasche.

Copyright © 2026 OPER Medien GmbH & Co. KG. Alle Rechte vorbehalten.

Ok

Neues Benutzerkonto erstellen

Füllen Sie das Formular aus, um sich zu registrieren

Alle Felder sind erforderlich. Anmelden

Passwort wiederherstellen

Bitte geben Sie Ihren Benutzernamen oder Ihre E-Mail-Adresse ein, um Ihr Passwort zurückzusetzen.

Anmelden

DSGVO-Erklärung

Für den Versand unserer Newsletter nutzen wir rapidmail. Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie zu, dass die eingegebenen Daten an rapidmail übermittelt werden. Beachten Sie bitte auch die AGB und Datenschutzbestimmungen.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung!


Wir haben Ihnen auch schon die erste E-Mail geschickt und bitten Sie, Ihre E-Mail-Adresse über den Aktivierungslink zu bestätigen.

Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Home
  • Menschen
    • Interviews
    • Porträts
    • Was macht eigentlich…
  • Themen
    • Editorials
    • Nahaufnahme
    • Schwerpunkt
    • Wissen
  • Kritiken
    • Aufführungen international
    • Album des Monats
    • CDs, DVDs, Bücher
  • Aktuelle Ausgabe
  • News
  • Termine
    • Spielpläne international
    • TV, Radio, Internet, Kino
    • Namen & Termine
    • Sängertipps
    • Premierentipps
  • SHOP | ABO
  • Newsletter
  • Stellenmarkt
  • OPER! AWARDS
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Warenkorb

Copyright © 2026 OPER Medien GmbH & Co. KG. Alle Rechte vorbehalten.

Not enough quota to unlock this post
Unlock left : 0
Are you sure want to cancel subscription?