Wagner und Belcanto – kommt das zusammen? Daniel Hardings Siegfried-Dirigat in Rom macht’s hörbar und bringt den Komponisten an eine zentrale Wirkungsstätte zurück.
Von Kai Luehrs-Kaiser
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Wagner in Italien, das bringt immer was. Erst recht in Rom, wo die Accademia Nazionale di Santa Cecilia an den letzten Siegfried, 1990 unter Giuseppe Sinopoli, erinnert (damals mit Janis Martin und René Kollo). Das ist freilich eine Ewigkeit her. Daniel Harding, der seinen Ring im letzten Jahr mit einer prominenten Walküre startete (mit Miina-Liisa Värelä; unser Hintergrund-Interview mit Regisseur Vincent Huguet), gilt eigentlich nicht als Dirigent, der bei vielen Kritikern einen Stein im Brett hätte. Diesmal aber, mit Siegfried, das muss wahr sein, kann er punkten. Mehr noch, der „andere Wagner“, auf den man in Italien gefasst sein darf, hat das Zeug zu einem echten Ereignis.
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