Zwischen Staatsoper und Komischer Oper sucht die Deutsche Oper Berlin seit Jahren nach einer klaren Identität. Für den neuen Intendanten Aviel Cahn soll das Haus mehr sein als „nur“ ein Aufführungsort. Was genau er vorhat, verrät er im Gespräch.
Interview: Ulrich Ruhnke
Das Motto Ihrer ersten Spielzeit lautet „Make love…“. Ist es Zeit für eine neue Hippie-Bewegung?
„Make love…“ war damals auch die Frage: „Geht’s anders?“ Ich glaube, diese Frage müssen wir uns heute auch stellen. Nach Friedenszeiten, in denen alles möglich schien und es keine Grenzen mehr gab, sind wir plötzlich in eine extrem kriegerische Zeit gerutscht. Da stellt sich zwingend die Frage, ob es nicht auch anders geht.
Ihre Kollegin an der Staatsoper lehnt Spielzeit-Motti ab. Was ist gut an einem Motto?
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