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Kidnapping im Serien-Format

"Der Ring des Nibelungen", Bayreuther Festspiele

Von Andreas Berger
27. August 2022
in Aufführungen international, Kritiken
Lesedauer: 7 mins read
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siegfried bayreuth

"Siegfried", Bayreuther Festspiele. V.l.n.r.: Andreas Schager (Siegfried), Arnold Bezuyen (Mime) und Branko Buchberger (Hagen). (Foto: Enrico Nawrath)

Valentin Schwarz erzählt Wagners Ring in Bayreuth als Familien-Saga und verzichtet dabei auf die Weltdeutung.

Von Andreas Berger

 

Verwickelt genug sind die Familienverhältnisse in Wagners Ring des Nibelungen ja ohnehin schon. Thomas Mann hat den Opernvierteiler denn auch mit den großen epischen Erzählungen des 19. Jahrhunderts verglichen. Dass Telenovela und Netflix-Serien auf die Bildmedien erweiterte Anverwandlungen solcher Familien-Sagas sind, liegt auf der Hand, und somit war der Hinweis von Valentin Schwarz auf diese heutigen Erzählformen als Anregung für seine Bayreuther Neuinszenierung des Rings auch kein wirklicher Aufreger.

Die wichtige Frage ist ja, ob sich die Familiengeschichte dann nur selbst genügt, also im Bestfall spannende Unterhaltung bietet, oder exemplarisch wird für eine Epoche und darüber hinaus, wie sie es bei Thomas Mann und Wagner ja nun unbestritten tut. Wagner hat in seinen Mythos von Göttern, Riesen und Zwergen einen modernen Grundkonflikt eingeschrieben, der zwei Weltentwürfe konfrontiert: Macht oder Liebe, Herrschaft oder Natur. Beide sind hochaktuell und wären im Angesicht von erneutem Imperialismus und Klimakatastrophe auch wert, in einem Festspiel erörtert und einer ermutigenden Emotion zugeführt zu werden. So wie bei Wagner nach der Götterdämmerung das Liebesmotiv über die Motive von Bränden und Fluten in die Zukunft weist.

Wäre da wenigstens etwas Volk auf der Bühne, das sieht und begreift und anders zu handeln vermag. In Schwarz‘ Inszenierung und Andrea Cozzis Bühnenbild versinkt der Landschaftsprospekt hinter den Wandungen eines leeren Pools, in dem Brünnhilde sitzt und zusammen mit dem abgeschlagenen Kopf ihres Begleiters Grane, der bei Schwarz kein Pferd ist, in den Himmel voller Leuchtröhren schaut. Der Wotan-Clan endet offenbar in Dekadenz. Eine Überblendung führt parallel zum Liebesmotiv zurück in die Fruchtblase. Dort hatte im Rheingold schon alles begonnen. Uranfang des Lebens, Doppelhelix, Embryonen. Allerdings hatte Schwarz auch den Ursprung der Familienfehde hier schon angelegt, indem sich die Zwillinge Wotan und Alberich, Licht- und Schwarzalbe, schon im Mutterleib gegenseitig verletzen. Das wirkt etwas defätistisch, während Wagner doch am freien, selbstbestimmten Menschen liegt, der sich bewusst entscheiden kann. Verkörpert etwa in Brünnhilde, die aus Sympathie mit den Liebenden dem göttlichen Willen trotzt und am Ende mit der Rückgabe des Ausbeuterrings die Natur versöhnt.

Aber die Natur hat keine Stimme bei Schwarz, der in seiner psychologisierenden Deutung des Rings alle Wesen als Spieler in einem sehr menschlichen Machtgefüge auffasst. Folglich gibt es auch keinen Ring, keinen Speer, keinen Tarnhelm, nicht mal den Feuerzauber (aber eine leuchtende Minipyramide, die immer mal irgendwo im Regal steht). Brünnhilde wird einfach so mit Grane weggeschickt aus Wotans Haus. Da macht Wagners großartige Musik vor allem die Dürftigkeit der leeren Szene spürbar. Bloß nicht die Musik doppeln, das ist so ein Selbstanspruch, der selten die behauptete Reibung erzeugt. Wenn Fricka zum Feuerzauber mit dem Servierwagen und Kerze anrückt, um Wotan mit einem Versöhnungswein zu locken, ist das Rosamunde-Pilcher-Kitsch. Wenn er sich dann unter der Motivlast auch seiner Visionen wie ein Embryo auf dem Boden krümmt, hat das wiederum existentielle Kraft. Die wäre aber durch Feuerschein nicht gemindert.

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