Sensationell, auftrumpfend ist nichts an diesem neuen Amsterdamer Simon Boccanegra. Viel besser: Die Produktion ist präzise, fein schattiert, glamourfrei im besten Sinne – und das im Graben wie auf der Bühne.
Von Manuel Brug
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Genua kann sehr kalt sein. Besonders wenn das Private plötzlich politisch und später das Politische privat wird. So jedenfalls illustriert es die stets rational-verlässliche Jetske Mijnssen sehr deutlich schon im nachkomponierten Prolog von Simon Boccanegra an der Dutch National Opera, ihre erste Zusammenarbeit mit dem oft von Claus Guth für seine Arbeiten eingespannten Bühnenbildner Étienne Pluss.
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